Operationen bei Übergewicht

Bei starkem, krankhaftem Übergewicht oder Begleiterkrankungen, wie Gelenkproblemen oder Diabetes hilft oft nur eine Operation.

Magenbandoperation

Eine Magenbandoperation hat zum Ziel, die Nahrungsaufnahme einzuschränken.

Die Silikon-Magenband-Operation (ASGB-System – Adjustable Silicone Gastric Band) schränkt die Nahrungsaufnahme ein, indem ein weiches Silikonband mit einem elastischem Gefäß um den obersten Teil des Magens gelegt, das so den Magen in zwei Teile unterteilt. Ziel ist es die Speiseaufnahme zu vermindern und ein längeres Sättigungsgefühl nach der Nahrungsaufnahme zu erreichen. Der kleine obere Teil wird gerne als Vormagen bezeichnet und ist mit dem restlichen großen Teil des Magens durch eine kleine Öffnung verbunden. Der Stoma-Durchmesser kann vom Chirurgen durch Hinzufügen oder Entfernen von Flüssigkeit im elastischen Teil des Bandes auch nach der Operation verkleinert oder vergrößert werden. Diese Einstellbarkeit ist als großer Vorteil zu werten. Das Stoma kann verkleinert werden, wenn sich herausstellt, dass Sie zu wenig Gewicht verlieren oder eine zu große Nahrungsmenge in kurzer Zeit aufnehmen können. Das Stoma wird vergrößert, wenn sich herausstellt, dass Sie nur schwer flüssige Nahrung zu sich nehmen können oder, wenn Sie häufig erbrechen müssen.

Das operative Einsetzen des Magenbandes erfolgt über Bauchspiegelungstechnik. Die Magenbandmethode ist die einzige Methode, die nach Entfernung des Bandes die Rückführung des Magens in seinen ursprünglichen Zustand erlaubt.

Risiken und Langzeitergebnisse:
Die Gastric-Banding-Operation wurde entwickelt, um eine sichere und weitgehende Gewichtsabnahme bei krankhaft übergewichtigen Patienten herbeizuführen. Gleichzeitig müssen allerdings die Essgewohnheiten geändert werden, um den gewünschten Gewichtsverlust zu erreichen und zu halten.

Der durchschnittliche mit dem Magenband erzielte Gewichtsverlust ist mit dem Magenbypass durchaus vergleichbar. Nach sechs Monaten ist mit einem Verlust von 20 bis 40 Prozent des Übergewichts zu rechnen, nach einem Jahr mit etwa 58 Prozent, nach vier Jahren mit etwa 65 Prozent. Der Gewichtsverlust erfolgt phasenweise. Es gibt Phasen in denen es über drei bis vier Wochen zu keiner Gewichtsreduktion kommt. Das ist normal und darf Sie nicht entmutigen. In der Regel haben Sie zwei Jahre nach der Operation Ihr bleibendes Gewicht erreichen.

Das Magenband kann operativ sehr leicht wieder entfernt werden, sollte aber lebenslang im Körper verbleiben, um neuerliche Gewichtszunahmen im großen Stil zu verhindern.

Speziell mit dem Magenband verbundene Risiken, außerhalb der postoperativen möglichen Komplikationen, wären: Magenschleimhautschwellung, Magenschleimhautentzündung, Undichtsein des Schlauches, des Ballons oder des Injektionsreservoirs. Dies würde eine erneute Operation nach sich ziehen.

Schlauchmagen

Hierbei wird ein großer Teil des Magens entfernt und nur ein schlauchförmiger Anteil belassen. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme eingeschränkt. Der Vorteil dieser Operation gegenüber dem Magenband liegt darin, dass eine bessere Sättigung erreicht wird und das Hungergefühl abnimmt.

Magenbypass

Eine Magenbypassoperation hat zum Ziel, einerseits die Nahrungsaufnahme einzuschränken, andererseits die Resorption der Nahrung im Darm zu verringern.

Mini Magenbypass (Omega loop Magenbypass)

Hat die gleichen Vorteile eines Magenbypass hat aber nur eine neue Verbindung und daher eine kürzere Operationszeit.

Die Operation wird mit Bauchspiegelungstechnik durchgeführt. Der Magen wird deutlich verkleinert und zusätzlich ein Teil des Dünndarms in seiner Funktion ausgeschaltet.

Risiken und Langzeitergebnisse:
Die Magenbypass-OP ist in Amerika die am häufigsten durchgeführte Operation bei Übergewicht. Im Vergleich zum Magenband handelt es sich um eine wesentlich größere Operation. Der Magen wird operativ verändert und kann nur schwer „zurückoperiert“ werden. Der durchschnittliche Gewichtsverlust ist bei einem Bypass höher und wird zudem rascher erreicht. Zuckerkrankheit verschwindet oder ist nach der Operation deutlich leichter einzustellen.

Der Bypass eignet sich aus meiner Sicht besonders für PatientInnen mit extremem Übergewicht, Zuckerkranke sowie für PatientInnen, die ihre Essgewohnheiten für ein Magenband nicht ausreichend umstellen können.

Speziell mit dem Magenbypass verbundene Risiken, außerhalb der postoperativen möglichen Komplikationen, sind Mangelerscheinungen für Eisen, Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente. Diese Stoffe müssen daher zumeist ein Leben lang vorbeugend ersetzt werden.

Magenschrittmacher

Elektrische Ströme im Magen sind unter anderem für das Sättigungsgefühl und die Magenentleerung verantwortlich. Mittels eines Schrittmachers, ähnlich einem Herzschrittmacher, werden die Magenströme so verändert, dass das Sättigungsgefühl länger anhält und der Magen langsamer entleert wird.

Der Magenschrittmacher wird unter der Bauchhaut eingepflanzt, die Elektroden am Magen werden mit Bauchspiegelungstechnik eingesetzt.

Erfolgsaussichten
Der Magenschrittmacher ist ein sehr neues Therapiekonzept. Wie es scheint, führt ein Magenschrittmacher zu einer geringeren Gewichtsreduktion als andere operative Methoden. Zuckerkranke sprechen zudem deutlich besser auf Insulin an. Entsprechende Studien laufen noch. Ich informiere Sie gerne, ob Sie daran teilnehmen können.

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